Tuesday, October 22, 2013

Messiaen-Streit kurz vor erstem Urteil



 Architekt will 57000 Euro vom Messiaen-Verein. 
Das wäre dessen Aus.
16.10.2013 Von Andreas Herrmann

Nur eine knappe Stunde hat gestern der dritte Prozesstag im Architektenstreit um den Siegerentwurf für den Zgorzelecer Meetingpoint-Neubau am Landgericht Görlitz gedauert. Prominenter Zeuge war Kulturraumsekretär Joachim Mühle, der eigens dafür seinen für diesen Tag geplanten Kulturkonvent verschieben musste.
Die Vorgeschichte des Streites reicht über vier Jahre zurück: Der Dresdner Architekt Ruairi O’Brien hatte im Sommer 2009 den Architekturwettbewerb für den Neubau eines Kultur- und Bildungszentrums auf dem Gelände des ehemaligen Kriegsgefangenenlagers Stalag VIIIa in Zgorzelec mit einer großen, lichten Vision gewonnen. Er unterschrieb jedoch die geforderte Erklärung zur Abtretung seiner Urheberrechte nicht. Darauf wurde er nachträglich aus dem Wettbewerb geworfen und fordert nun für erbrachte Planungsleistungen über 57000 Euro vom Messiaen-Verein. Dieser bezweifelt sowohl den Anspruch als auch die Höhe – und hätte auch gar kein Geld dafür. Doch kurzzeitig, Anfang 2012 hatte er es.
Genau da setzte Richter Hartmut Wiecorek nun wieder an. Denn er wollte von Mühle wissen, ob er dem Görlitzer Verein „Meetingpoint Music Messiaen“ eigens für den Wettbewerbssieger gedachte Fördermittel ausgezahlt, die der Verein aber anderweitig verwendet habe. Mühle bestätigte zwar die Zahlung für Bauplanung an den Verein, aber das Geld war nicht personengebunden. Und er kann sich auch nicht an eine derartige persönliche Zusage an den damals gefeierten Architekten Ruairi O’Brien bei der Preisverleihung 2009 erinnern. Joachim Mühle erklärte jetzt vor Gericht, dass der Messiaen-Verein die 48 000 Euro vom Landkreis für die Bauplanung nach fünf Monaten wieder an den Absender, also den Landkreis, zurückgezahlt hat.
Landrat ist in der Pflicht
Der nächste Termin am 7. November wird noch kürzer als der gestrige. Punkt neun Uhr will Richter Hartmut Wiecorek wohl ein Urteil „dem Grunde nach“ verkünden. Dann steht fest, ob er in der dreijährigen, intensiven Kommunikation zwischen Gedenkverein und Architekturbüro einen erteilten Auftrag sieht. Falls das so ist und der Verein zur Zahlung der geforderten Summe in Höhe von 57000 Euro verpflichtet würde, ist er wohl sofort zahlungsunfähig. O’Briens Anwalt Hans Theisen sieht darin aber keine Gefahr und dann den Landrat in der Pflicht, dies zu verhindern: „Das Geld war doch schon auf dem Vereinskonto. Es war eindeutig nur für O’Briens Entwurf gedacht. Anstatt es zurückzufordern, hätte man es auszahlen sollen.“
Artikel-URL: 

Provinzposse in Görlitz

MDR 1 RADIO SACHSEN - Das Sachsenradio

Der Meetingpoint Music Messiaen sollte das Vorzeigeprojekt in Görlitz werden. Doch das internationale Gedenk- und Begegnungszentrum wird immer mehr zur Provinzposse.

http://www.mdr.de/mdr1-radio-sachsen/audio676558.html 

17.10.2013

Monday, July 1, 2013

Tag der Architektur 2013 in Sachsen - Kurt Vonnegut - Ruairí O'Brien

"DAY OF ARCHITECTURE" in Germany.
Slaughterhouse 5 Visit.

Unfortunately my Artwork "Slaughterhouse 5" was destroyed in the recent floods in Dresden.
I had arranged for a viewing of the artwork to celebrate the Day of architecture in Germany on Saturday, 29.06.2013. But the water got there first. We called the viewing off but a small group came nevertheless to discuss the rebuilding of the artwork.
Here a photo of the second small group who visited the authentic building where Kurt Vonnegut was held as a prisoner of War on the night of the destruction of Dresden 13. Feb. 1945.
I am presently negotiating with the building owners about a reconstruction, we hope that the insurance will help.

Leider ist mein Kunstwerk "Slaughterhouse 5" bei der kürzlichen Flut der Elbe in Dresden zerstört worden. Zum Tag der Architektur, am Samstag, den 29.6.2013, hatte ich eine Führung und Besichtigung des Werkes organisiert, aber das Wasser war schon vorher da.

Die Führung war zwar abgesagt, aber eine kleine Gruppe Interessierter war trotzdem gekommen, um die Umplanung zu besprechen. Hier ist ein Foto der zweiten kleineren Gruppe, die den Ort am Nachmittag besucht hat. In der Nacht der Zerstörung am 13. Februar 1945 war Kurt Vonnegut als ein Kriegsgefangener vor Ort. Momentan prüfen wir mit dem Auftraggeber, der Messe Dresden, einen Wiederaufbau des Kunstwerkes. Wir hoffen, dass die Versicherung helfen wird.


Architektur leben – 10.000 Besucher beim Tag der Architektur 2013 in Sachsen


Über 10.000 Besucher nutzten am vergangenen Wochenende das Angebot zum Tag der Architektur in ganz Sachsen. Bereits zum 18. Mal hatten sächsische Architekten, Garten- und Landschaftsarchitekten, Innenarchitekten, Stadtplaner und ihren Bauherrschaften dazu eingeladen Unter dem Motto „Architektur leben“ waren in diesem Jahr 79 Objekte sowie 8 Architektur- und Planungsbüros geöffnet und 15 Veranstaltungen gaben interessante Einblicke in die Arbeit des gesamten Berufsstandes.

Monday, June 24, 2013

Ruairí O'Brien visit's International Lighting Design educators workshop - 17-21 June 2013


Workshop participants:
Eib Eibelshaeuser, Anda Maier, Thomas Schielke, Ruairí O'Brien, Bjoern Schrader, Ando Grimm,
Oriana POnzini, Jan Ptacin, Emre Güneş, Berry van Egten,Alberto Barerá, Ana Perkoviv,
Axel Groß, Bruce Paget, Jean-Luc Capron, Jordi Ballesta, Peter Schmidt, Stuart Green, Susanne Brenninkmeijer, Tzipy Frank.

Special thanks to Thomas Schielke and Marc Hartings ERCO GmbH for the excellent organisation.

Monday, May 20, 2013

Ruairí O'Brien elected to governing Council of the Professional Lighting Designers Association PLDA

Acceptance speech read out to the members at the AGM in Berlin on Saturday 18.05.2013

Dear council, past and present,
Dear President, Dear fellow members,
Dear colleagues and of course Dear students.

With joy I received the message that my candidacy for the post of Director for Education and member of the governing Council was successful.
I am delighted that the members have shown me such confidence and thank everyone who voted for me. Unfortunately I cannot be in Berlin with you at this moment due to a private unforeseen event in Dresden.
In this way I would also like to send my congratulations to all the selected candidates.
I look forward to the important work ahead with you all.

History has taught us that no society, institute or family can ignore the needs of their young and survive.
To ensure our future and the future of the profession we have to begin early with the communication of our values and our standards. We must want people at the earliest age to understand what good lighting is. One of the most important areas for this is of course the universities but one should not forget the schools.
If we want a future society that understands and respects lighting design as being of utmost importance to our everyday life then we need to ensure that there is a wider public understanding of "what we do."
We also need to communicate how "what we do" influences their world, "the people on the street."
A major part of my work will be the "Communication" of our vision to the schools, universities, the profession, the industry and the students. This will be balanced by the second most important part of my work that of "Understanding" the needs of our partners, in the profession, universities, industry and the general public at large. Only with their help can we develop our vision, protect our standards and nuture our values. The future lighting designer and the educational programs required for the next generation requires our Input. We must be generous and share our experience, enthusiasm and our knowledge with others in order to achieve the highest results. But we must also be prepared to take the time to understand the problems before we try to solve them. The "Education zone" is a neutral meeting point for all, to be respected and cherished, it is our future. It is a place were the future of the lighting design Profession could be decided.

However despite the dark skies here in Dresden this morning I say, the future is bright for the children of light !

Enjoy the rest of your stay in Berlin.

Thank you.

Ruairi O'Brien

Wednesday, April 24, 2013

Gutes Stadtlicht entwickeln - Ruairí O'Brien

Die wissenschaftlich-technische Dimension von Licht ist jedem geläufig. Seine Bedeutung als Kulturphänomen wird häufig vernachlässigt. Die Kommunen sind gut beraten, die Themen Stadtidentität und Architektur als Aufgaben der Lichtplanung zu begreifen.

Licht und der Umgang mit Lichtquellen tragen maßgeblich zum Erscheinungsbild unserer Städte und Gemeinden bei. Licht beeinflusst, auf welche Weise Orte wahrgenommen und genutzt werden. Jede Stadt hat etwas, das ihre Identität ausmacht. Es liegt nahe, dass auch und gerade die städtische Beleuchtung darauf abgestimmt sein sollte.

Viele positive Beispiele zeigen, dass einige Städte andere ohne eine gezielte und ganzheitliche architektonische Lichtplanung buchstäblich „im Dunkel“ stehen lassen. Eine erhöhte Sensibilisierung für das Thema Licht und gewachsene Erwartungshaltung in der Bevölkerung sowie bei Touristen führen vielerorts zu einem Umdenken in Politik und Verwaltung: Licht ist mehr als nur eine wissenschaftlich-technische Erscheinung; Licht ist vielmehr auch ein Kulturphänomen, entscheidend für die Attraktivität und den Erfolg einer Stadt.

Eine Investition in die Beleuchtung des öffentlichen Raumes ist erst dann wirklich effizient, wenn neben der optimalen Funktionssicherung auch die Attraktivität des öffentlichen Raumes gesteigert, die Energiekosten gesenkt, die Sicherheit erhöht und die Lichtverschmutzung reduziert werden können. Die Nachhaltigkeit von Licht und Beleuchtung im städtischen Raum zu gewährleisten, darf nicht nur aus ökonomischer Sicht betrachtet werden, sondern erfordert die Berücksichtigung von Identitätsmerkmalen einer Stadt: Wie kann der jeweilige Ort das Licht (die Leuchten) aufnehmen? Wie funktioniert eine moderne Lösung im Einklang mit der Tradition des Ortes? Wo leuchten Orte zu hell, zu dunkel, zu bunt? Wo muss die Beleuchtung reduziert oder erweitert werden? Wo ist es sinnvoll, eine sachlich-kühle oder eine besinnlich-warme Lichtstimmung anzubieten? Durch eine Stadt muss der Mensch sich abends mittels Lichts leiten lassen, der Weg sollte intuitiv abgelaufen werden können.

Masterplan weist den Weg

Auch identitätsbildende architektonische Merkmale, besondere historische Bauwerke oder Objekte sollten „ins rechte Licht“ gesetzt werden. Verkehrswege, die sicher in zügigem Tempo nutzbar sein, Wege zum Flanieren und Räume, die zum Verweilen einladen sollen, brauchen ein ihrer Funktion und ihrem Charakter entsprechendes Licht.

Moderne Beleuchtungsanlagen benötigen nicht nur die Festlegung des Leuchtmittels mit der passenden Steuerungssoftware, Lampenfassungen, Reflektoren und Verkabelung, sondern ebenso relevant ist eine Betrachtung von architektonischer Gestaltung, Mast und Statik. Lichtfarbe und Helligkeit müssen mit der städtebaulichen Umgebung vor Ort und den umgebenden Materialien harmonieren. Auch weiche Faktoren spielen eine Rolle. Wird Lebendigkeit oder Ruhe gefördert? Wird der Charakter des Ortes gestärkt oder geschwächt?

Die Entwicklung zu qualitätsvollem, guten Licht in der Stadt beginnt im Optimalfall mit einem durch einen unabhängigen Planer erarbeiteten Lichtmasterplan. Darin werden die grundsätzlichen Gestaltungsprinzipien, -prämissen und -prioritäten bei der Beleuchtung einer Stadt geklärt und für den mittel- und langfristigen Entwicklungs- und Gestaltungsprozess eine solide Grundlage geschaffen. Die Kriterien werden zuvor mit einem fachübergreifenden Team erarbeitet, in dem auch zuständige Fachämter für Beleuchtung im öffentlichen Raum beteiligt sein sollten wie Stadtplanungs-, Tiefbauamt und Stadtmarketing.

Das Ergebnis des Lichtmasterplans ist die Lichtvision einer Stadt, auf welche die langfristige Entwicklungsperspektive ausgerichtet wird. Ausgehend von einer Analyse der Bestandssituation werden dafür Strategien entwickelt und Maßnahmen abgeleitet, die zur Erreichung einer urbanen Lichtkultur führen. Diese umfassen städtebauliche und stadtentwicklungsbezogene Themen (belebte Bereiche in Einklang mit ruhigen Zonen), haushalterische Fragen (Investitionskosten, Betriebskosten für Energie und Wartung) wirtschaftliche Überlegungen (Handel, Tourismus, Finanzierungs- und Beteiligungsmodelle) und Maßnahmen zur Einbindung der Öffentlichkeit.

Ebenfalls Beachtung findet die unterschiedliche Nutzung und Wahrnehmung des öffentlichen Raumes während der Jahreszeiten. Die Entwicklung der Technologie in den vergangenen Jahren hat Möglichkeiten und Aufgaben einer Planung wesentlich erweitert: Es geht heute um weit mehr als nur um Licht „an“ oder „aus“.

Zu bedenken ist auch, dass die künstliche Beleuchtung der Stadt tagsüber nicht genutzt wird, Lichtmasten und Leuchten jedoch als „notwendiges Übel“ oder schmückendes Objekt sichtbar bleiben. Beispiele zeigen, dass anspruchsvolle Städte für ihre repräsentativen Orte attraktive, individuell gestaltete Lösungen finden, die daran anknüpfen oder wieder entdecken, was bereits vor rund 100 Jahren alltäglich war: Straßenleuchten, die als guss- oder schmiedeeiserne Kunstwerke auch bei Tageslicht europäische Marktplätze zierten.

Ruairí O’Brien

Der Autor

Ruairí O’Brien ist freier Architekt und Lichtplaner in Dresden

http://www.gemeinderat-online.de/index.php?id=683

Monday, April 15, 2013

Vorstandswahl Architektenkammer Sachsen


Alf Furkert als Präsident der Architektenkammer Sachsen wieder gewählt

Die Vertreterversammlung der Architektenkammer Sachsen hat auf ihrer Sitzung am 12.04.2013 den Dresdner freien Architekten Dipl.-Ing. Alf Furkert als Präsident für die Wahlperiode 2013 – 2017 in zweiter Amtszeit wieder gewählt.
Furkert bleibt damit Vorstandsmitglied der Bundesarchitektenkammer und Vorstandsvorsitzender der Stiftung Sächsischer Architekten.

Auch die Vizepräsidentinnen, Dipl.-Ing. Liane Remmler, Freie Architektin aus Lichtenau, und Dipl.-Ing. Ines Senftleben, Freie Architektin für Stadtplanung aus Leipzig, wurden für weitere 4 Jahre im Amt bestätigt.

Die Vertreterversammlung wählte weiterhin den Vorstand und die Ausschüsse für die Legislatur 2013 – 2017. Neu im Vorstand sind Ruairí O’Brien aus Dresden (der auch zum Vorsitzenden des Ausschusses für Öffentlichkeitsarbeit gewählt wurde) und Martin Faßauer aus Leipzig.

Vorstand

Präsident

Furkert, Alf, Dipl.-Ing., Freier Architekt, Dresden


Vizepräsidentinnen

Remmler, Liane, Dipl.-Ing., Freie Architektin, Lichtenau

Senftleben, Ines, Dipl.-Ing., Freie Architektin für Stadtplanung, Leipzig


Vorsitzender Haushaltsausschuss

Seelemann, Dirk, Dipl.-Ing., Freier Garten- und Landschaftsarchitekt, Markkleeberg


Mitglieder des Vorstandes

Faßauer, Martin, Dipl.-Ing. (FH), Freier Architekt, Leipzig

Gebhardt, Steffen, Dipl.-Ing., Freier Architekt/Freier Innenarchitekt, Dresden

Just, Holger, Dipl.-Ing., Freier Architekt, Dresden

Krüger, Claus, Dipl.-Ing. (FH), Freier Architekt, Sebnitz

Meiler, Martin, Dipl.-Ing. (FH), Freier Architekt, Plauen

O'Brien, Ruairi, Dipl.-Arch., Freier Architekt, Dresden


Der Präsident betonte, dass die in der Architektenkammer Sachsen als berufständische Selbstverwaltung organisierten Architekten, Innenarchitekten, Garten- und Landschaftsarchitekten und Stadtplaner im Freistaat Sachsen auch zukünftig vor großen Herausforderungen stehen. Einerseits belastet die Finanzkrise eine kontinuierliche Entwicklung des Bausektors, andererseits stellen öffentliche Investitionen z. B. in Kindergärten- und Schulen in den großen Städten in Sachsen Aufgaben dar, die von allen Beteiligten ein Höchstmaß an Engagement und Kooperation erfordern. Furkert fordert in diesem Zusammenhang eine Beibehaltung der bewährten Aufgabenteilung in Planung und Ausführung. Bestrebungen, die Architektenleistungen im Paket mit der Bauausführung einzukaufen, erteilte er eine Absage. Dies könne nicht wirklich im Interesse der Bauherren liegen.