Thursday, January 2, 2014

TORGAU - Altstadt mit neuer Qualität - Lichtplanung von Ruairí O'Brien



Torgau (TZ). Attraktiver soll sie werden, zum Verweilen und Schlendern einladen – das ist das Ziel, das die Stadt Torgau mit der Neugestaltung der Bäckerstraße verfolgt. Sobald es die Witterung im Frühjahr 2014 zulässt, soll mit den Arbeiten in der Bäckerstraße begonnen werden. Das versicherte Oberbürgermeisterin Andrea Staude noch einmal in der Stadtratssitzung in dieser Woche. Zuvor hatten die Architekten Irmela von Nordheim und Ruairi O‘Brien ihre Gestaltungskonzepte noch einmal vorgestellt. Letzterer zeichnet sich bekanntlich ausschließlich für das Lichtkonzept verantwortlich. Viel Grün und Wasser sollen eine übergeordnete Rolle in der Bäckerstraße spielen. Fünf Bauminseln wird es geben, zudem einen Wasserlauf, der am Fuß der Bäckerstraße in einem kleinen Wasserspiel mündet. Wie Irmela von Nordheim erklärte, wird es sich um einen offenen Wasserlauf handeln, der auch zum Spielen einlädt. „Dort, wo Wasser ist, lassen sich Menschen nieder. Und wir wollen doch die Aufenthaltsdauer in der Bäckerstraße erhöhen“, so die Oberbürgermeisterin, die zugleich den Klimawandel ins Spiel brachte und entsprechend auch klimatische Vorteile durch den Wasserlauf sieht. Sie selbst scheint vollends vom Konzept, vor allem aber vom Wasserlauf überzeugt.

„Vielleicht schaffen wir es, auch noch an anderen Stellen in der Stadt Wasserspiele zu installieren“, stellte sie in Aussicht. Für LINKE-Stadtrat Peter Deutrich war noch wichtig, dass die Sitzgelegenheiten an den Bäumen Lehnen erhalten, um auch den Ansprüchen der älteren Generation gerecht zu werden. Das sei auch tatsächlich so geplant, konnte ihm Architektin Irmela von Nordheim mitteilen.
Wasser und Bäume waren es letztendlich nicht, die den Stadträten offensichtlich leichte bis mittelschwere Bauchschmerzen verursachten. Nicht so recht anfreunden wollen sich einige aber mit den vom Architekturbüro O‘Brien ausgewählten Leuchten für die Stadt. Sechs Stück sollen in der Bäckerstraße für ein angenehmes, blendfreies und gleichmäßiges Licht sorgen. Möglich wird das durch in den Leuchten eingebaute Spiegel, die das Licht in die gewählten Richtungen reflektieren. „Die Lichtqualität steht außer Frage“, sagte CDU-Stadtrat Konrad Theobald, erkundigte sich aber im nächsten Augenblick nach einer Möglichkeit, die gewählte Technik in eine rustikalere Leuchte einzubauen. Machbar wäre das durchaus, so die Aussage von Ruairi O‘Brien. Allerdings würde dies auch zusätzliche Kosten verursachen, verdeutlichte jedoch Oberbürgermeisterin mit einer eindeutigen und typischen Geste.

Zuvor hatte sie bereits vorgeschlagen, einen gemeinsamen Ausflug nach Freiberg zu starten, um sich die Umsetzung des dortigen Lichtkonzeptes mit den gleichen Leuchten anzusehen. Auch dort hatte Ruairi O‘Brien das Konzept erarbeitet und umgesetzt. Der sprach bei seiner Vorstellung von einer anderen Qualität der Altstadt, wenn das von ihm erstellte Lichtkonzept umgesetzt würde. Bis dato habe hier eher eine Form der Lichtverschmutzung vorgelegen. Letztendlich stellte Oberbürgermeisterin Andrea Staude auf Bitten einiger Anlieger der Bäckerstraße noch die Öffentlichkeit her. Die nutzte Yvonne Sohr vom Kinderladen, um sich nach den geplanten Pollern zu erkundigen, die die Fußgängerzone künftig absperren sollen. Das Gros der Gewerbetreibenden, aber auch Hauseigentümer sei gegen eine solche Abgrenzung der Straße. „Die Poller sind seit zehn Jahren vorgesehen“, erklärte schließlich Andrea Staude. Zudem seien diese versenkbar. Eine Befahrbarkeit der Straße würde zu bestimmten Zeiten also realisiert, ebenso wie es jetzt eigentlich per Verkehrsschild geregelt ist. „Aktuell aber hält sich niemand an die Verkehrsregeln. Deshalb wollen wir eine Beruhigung für die Straße“, verteidigte die Oberbürgermeisterin die Poller.



Redakteurin Eileen Jack
http://www.torgauerzeitung.com/Default.aspx?t=NewsDetailModus(73356)

Thursday, November 7, 2013

Landgericht Görlitz : Grundsatzurteil im Streit um Messiaen-Gedenkstätte

Das Landgericht Görlitz hat im Streit um die Gestaltung einer Gedenk- und Begegnungsstätte am Donnerstag ein Grundsatzurteil gefällt. Demnach muss der Verein "Meetingpoint Musik Messiaen" dem Architekten Ruairí O'Brien ein Honorar für seine Planungsleistungen zahlen.

Verwirrspiel um Entwürfe und Auftragsvergaben

Der französische Komponist Olivier Messiaen
Olivier Messiaen komponierte in dem Lager eines seiner Meisterstücke.

O´Brien fordert insgesamt 58.000 Euro für die Planung des Zentrums auf dem Gelände des ehemaligen Kriegsgefangenenlagers VIIIa im polnischen Zgorzelec. Dem Gericht wurde ein Schreiben vorgelegt, demzufolge der Landkreis Görlitz dem Verein 48.000 Euro eigens für dieses Projekt mit dem Titel "Insel der Hoffnung" zur Verfügung gestellt hatte. Inzwischen hat "Meetingpoint Musik Messiaen" aber einen anderen Architekten verpflichtet, der ein Projekt "Berg der Erinnerung" für die Gedenk- und Begegnungsstätte plant. Deshalb forderte der Landkreis sein Geld zurück.

Der Verein reagierte enttäuscht auf das Urteil. Nach dessen Ansicht sei das Geld nicht entwurfsbezogen gezahlt wurde, sagte Wolfgang Archner "Meetingpoint Musik Messiaen" MDR 1RADIO SACHSEN. Jetzt müsse der Vorstand über das weitere Vorgehen beraten. Gegen das Urteil kann Berufung beim Oberlandesgericht Dresden eingelegt werden. Bleibt es bestehen, droht dem Verein Archner zufolge die Insolvenz.

Komponist als Namensgeber

Damit ist auch unklar, wie es mit dem grenzüberschreitenden Projekt weitergeht. An ihm ist auch eine polnische Stiftung beteiligt. Die EU gibt zwar 3,5 Millionen Euro Fördergeld, aber die Gesamtkosten betragen voraussichtlich 22 Millionen Euro. Seit dem symbolischen Spatenstich im Mai 2012 wurde bisher nur der Baugrund beräumt. Das geplante Zentrum ist nach dem französischen Komponisten Olivier Messiaen (1908-1992) benannt. Er war in dem deutschen Lager inhaftiert und führte dort am 15. Januar 1941 erstmals sein für die Musik des 20. Jahrhunderts wegweisendes Streichquartett "Für das Ende der Zeit" auf. Auf dem wenige Kilometer von Görlitz entfernten Gelände hielten die Nationalsozialisten 120.000 Menschen gefangen. Schätzungsweise 10.000 von ihnen starben.
Zuletzt aktualisiert: 07. November 2013, 21:21 Uhr 

http://www.mdr.de/sachsen/bautzen/urteil-meetingpoint100.html

Tuesday, October 22, 2013

Messiaen-Streit kurz vor erstem Urteil



 Architekt will 57000 Euro vom Messiaen-Verein. 
Das wäre dessen Aus.
16.10.2013 Von Andreas Herrmann

Nur eine knappe Stunde hat gestern der dritte Prozesstag im Architektenstreit um den Siegerentwurf für den Zgorzelecer Meetingpoint-Neubau am Landgericht Görlitz gedauert. Prominenter Zeuge war Kulturraumsekretär Joachim Mühle, der eigens dafür seinen für diesen Tag geplanten Kulturkonvent verschieben musste.
Die Vorgeschichte des Streites reicht über vier Jahre zurück: Der Dresdner Architekt Ruairi O’Brien hatte im Sommer 2009 den Architekturwettbewerb für den Neubau eines Kultur- und Bildungszentrums auf dem Gelände des ehemaligen Kriegsgefangenenlagers Stalag VIIIa in Zgorzelec mit einer großen, lichten Vision gewonnen. Er unterschrieb jedoch die geforderte Erklärung zur Abtretung seiner Urheberrechte nicht. Darauf wurde er nachträglich aus dem Wettbewerb geworfen und fordert nun für erbrachte Planungsleistungen über 57000 Euro vom Messiaen-Verein. Dieser bezweifelt sowohl den Anspruch als auch die Höhe – und hätte auch gar kein Geld dafür. Doch kurzzeitig, Anfang 2012 hatte er es.
Genau da setzte Richter Hartmut Wiecorek nun wieder an. Denn er wollte von Mühle wissen, ob er dem Görlitzer Verein „Meetingpoint Music Messiaen“ eigens für den Wettbewerbssieger gedachte Fördermittel ausgezahlt, die der Verein aber anderweitig verwendet habe. Mühle bestätigte zwar die Zahlung für Bauplanung an den Verein, aber das Geld war nicht personengebunden. Und er kann sich auch nicht an eine derartige persönliche Zusage an den damals gefeierten Architekten Ruairi O’Brien bei der Preisverleihung 2009 erinnern. Joachim Mühle erklärte jetzt vor Gericht, dass der Messiaen-Verein die 48 000 Euro vom Landkreis für die Bauplanung nach fünf Monaten wieder an den Absender, also den Landkreis, zurückgezahlt hat.
Landrat ist in der Pflicht
Der nächste Termin am 7. November wird noch kürzer als der gestrige. Punkt neun Uhr will Richter Hartmut Wiecorek wohl ein Urteil „dem Grunde nach“ verkünden. Dann steht fest, ob er in der dreijährigen, intensiven Kommunikation zwischen Gedenkverein und Architekturbüro einen erteilten Auftrag sieht. Falls das so ist und der Verein zur Zahlung der geforderten Summe in Höhe von 57000 Euro verpflichtet würde, ist er wohl sofort zahlungsunfähig. O’Briens Anwalt Hans Theisen sieht darin aber keine Gefahr und dann den Landrat in der Pflicht, dies zu verhindern: „Das Geld war doch schon auf dem Vereinskonto. Es war eindeutig nur für O’Briens Entwurf gedacht. Anstatt es zurückzufordern, hätte man es auszahlen sollen.“
Artikel-URL: 

Provinzposse in Görlitz

MDR 1 RADIO SACHSEN - Das Sachsenradio

Der Meetingpoint Music Messiaen sollte das Vorzeigeprojekt in Görlitz werden. Doch das internationale Gedenk- und Begegnungszentrum wird immer mehr zur Provinzposse.

http://www.mdr.de/mdr1-radio-sachsen/audio676558.html 

17.10.2013

Monday, July 1, 2013

Tag der Architektur 2013 in Sachsen - Kurt Vonnegut - Ruairí O'Brien

"DAY OF ARCHITECTURE" in Germany.
Slaughterhouse 5 Visit.

Unfortunately my Artwork "Slaughterhouse 5" was destroyed in the recent floods in Dresden.
I had arranged for a viewing of the artwork to celebrate the Day of architecture in Germany on Saturday, 29.06.2013. But the water got there first. We called the viewing off but a small group came nevertheless to discuss the rebuilding of the artwork.
Here a photo of the second small group who visited the authentic building where Kurt Vonnegut was held as a prisoner of War on the night of the destruction of Dresden 13. Feb. 1945.
I am presently negotiating with the building owners about a reconstruction, we hope that the insurance will help.

Leider ist mein Kunstwerk "Slaughterhouse 5" bei der kürzlichen Flut der Elbe in Dresden zerstört worden. Zum Tag der Architektur, am Samstag, den 29.6.2013, hatte ich eine Führung und Besichtigung des Werkes organisiert, aber das Wasser war schon vorher da.

Die Führung war zwar abgesagt, aber eine kleine Gruppe Interessierter war trotzdem gekommen, um die Umplanung zu besprechen. Hier ist ein Foto der zweiten kleineren Gruppe, die den Ort am Nachmittag besucht hat. In der Nacht der Zerstörung am 13. Februar 1945 war Kurt Vonnegut als ein Kriegsgefangener vor Ort. Momentan prüfen wir mit dem Auftraggeber, der Messe Dresden, einen Wiederaufbau des Kunstwerkes. Wir hoffen, dass die Versicherung helfen wird.


Architektur leben – 10.000 Besucher beim Tag der Architektur 2013 in Sachsen


Über 10.000 Besucher nutzten am vergangenen Wochenende das Angebot zum Tag der Architektur in ganz Sachsen. Bereits zum 18. Mal hatten sächsische Architekten, Garten- und Landschaftsarchitekten, Innenarchitekten, Stadtplaner und ihren Bauherrschaften dazu eingeladen Unter dem Motto „Architektur leben“ waren in diesem Jahr 79 Objekte sowie 8 Architektur- und Planungsbüros geöffnet und 15 Veranstaltungen gaben interessante Einblicke in die Arbeit des gesamten Berufsstandes.

Monday, June 24, 2013

Ruairí O'Brien visit's International Lighting Design educators workshop - 17-21 June 2013


Workshop participants:
Eib Eibelshaeuser, Anda Maier, Thomas Schielke, Ruairí O'Brien, Bjoern Schrader, Ando Grimm,
Oriana POnzini, Jan Ptacin, Emre Güneş, Berry van Egten,Alberto Barerá, Ana Perkoviv,
Axel Groß, Bruce Paget, Jean-Luc Capron, Jordi Ballesta, Peter Schmidt, Stuart Green, Susanne Brenninkmeijer, Tzipy Frank.

Special thanks to Thomas Schielke and Marc Hartings ERCO GmbH for the excellent organisation.

Monday, May 20, 2013

Ruairí O'Brien elected to governing Council of the Professional Lighting Designers Association PLDA

Acceptance speech read out to the members at the AGM in Berlin on Saturday 18.05.2013

Dear council, past and present,
Dear President, Dear fellow members,
Dear colleagues and of course Dear students.

With joy I received the message that my candidacy for the post of Director for Education and member of the governing Council was successful.
I am delighted that the members have shown me such confidence and thank everyone who voted for me. Unfortunately I cannot be in Berlin with you at this moment due to a private unforeseen event in Dresden.
In this way I would also like to send my congratulations to all the selected candidates.
I look forward to the important work ahead with you all.

History has taught us that no society, institute or family can ignore the needs of their young and survive.
To ensure our future and the future of the profession we have to begin early with the communication of our values and our standards. We must want people at the earliest age to understand what good lighting is. One of the most important areas for this is of course the universities but one should not forget the schools.
If we want a future society that understands and respects lighting design as being of utmost importance to our everyday life then we need to ensure that there is a wider public understanding of "what we do."
We also need to communicate how "what we do" influences their world, "the people on the street."
A major part of my work will be the "Communication" of our vision to the schools, universities, the profession, the industry and the students. This will be balanced by the second most important part of my work that of "Understanding" the needs of our partners, in the profession, universities, industry and the general public at large. Only with their help can we develop our vision, protect our standards and nuture our values. The future lighting designer and the educational programs required for the next generation requires our Input. We must be generous and share our experience, enthusiasm and our knowledge with others in order to achieve the highest results. But we must also be prepared to take the time to understand the problems before we try to solve them. The "Education zone" is a neutral meeting point for all, to be respected and cherished, it is our future. It is a place were the future of the lighting design Profession could be decided.

However despite the dark skies here in Dresden this morning I say, the future is bright for the children of light !

Enjoy the rest of your stay in Berlin.

Thank you.

Ruairi O'Brien